Die Waschnüsse zum umweltfreundlichen Waschen der Wäsche

Viele die eine Waschmaschine besitzen, wissen gar nicht, dass es eine sehr kostengünstige und gesundheitsfördernde Alternative zu chemischen Waschmitteln gibt.

Nämlich ein komplett biologisches Produkt, die Waschnüsse vom Waschnussbaum. Professionelle Tests haben ergeben, dass das Waschergebnis den industriellen Produkten ebenwürdig ist. Seine Wäsche mit Nüssen zu waschen hört sich erstmal sehr komisch an, funktioniert allerdings erprobter Weise sehr gut.

Aber was ist nun diese Waschnuss? Woher kommen diese Waschnüsse?

Die Waschnuss (Sapindus Mukorossi) kommt hauptsächlich aus Indien und wächst, wie sollte es auch anders sein am Waschnussbaum. Dieser Baum gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse und ist in allen tropischen und subtropischen Bereichen der Erde zu finden. Die Waschnuss ist die Frucht dieses Baumes.

Es gibt ca. 2000 Seifenbaumgewächs Arten, welche in 150 Gattungen geordnet sind. Aufgrund des Inhaltsstoffes Saponin wurde die namensgebende Gattung „Sapindus“ genannt.

Die Waschnussbäume produzieren um sich vor Schädlingen, Pilzen oder Bakterien zu schützen hochwirksame Inhaltsstoffe. Diese Eigenschaften kommen auch den Waschnüssen zugute und letztendlich unserer Wäsche. Das Saponin, welches sich hauptsächlich in der Schale der Früchte befindet, hat eine erstaunlich hohe Reinigungskraft und entfernt dadurch erfolgreich Flecken.

Multitalent? Was kann sie noch alles?

Die Waschnuss ist eine wirklich sehr besondere Frucht, wahrlich ein Multitalent. Hartnäckige Flecken und Fett löst das Saponin ohne dabei die Struktur oder Farbe der Kleidung anzugreifen. Gerade weil dieses natürliche Waschmittel so schonend wirkt ist kein Weichspüler mehr nötig.

Man kann durch heraus kochen des Saponins aus den Waschnussschalen ein Konzentrat extrahieren, welches man für viele andere Reinigungsanwendungen in Wasser verdünnt verwenden kann. Mit dem neuen Bio-Reinigungsmittel kann dann das Auto, Fenster oder sonstiges umweltfreundlich gereinigt werden. Gerade im Küchenbereich ist die fettlösende Wirkung sehr praktisch.

Zur Hygiene kann sie auch verwendet werden, was vor allem für Allergiker und Menschen mit Hautkrankheiten wie Neurodermitis sehr interessant ist. Hier kann es sowohl für Haut als auch für die Haare verwendet werden. Auch bei Schuppenflechte können hiermit Erfolge erzielt werden. Durch die rein natürlichen Substanzen wird die Haut komplett entlastet, anstatt sie mit chemischen Mitteln aus der Werbung jeden Tag neu zu strapazieren.

Was für einen Status hat die Waschnuss in Indien?

Die Inder pflegen ihre Arbeitselefanten mit dem Extrakt aus den Waschnussschalen und dabei ist zu beachten, dass Elefanten dort nahezu heilig sind und empfindliche Haut haben.

Ökologische Vorteile

Die Waschnussbäume tragen erst nach zehn Jahren ihre ersten Früchte. Diese können ca. 90 Jahre lang abgeerntet werden. Die Bäume werden einmal pro Jahr geerntet. Die Waschnussbäume wachsen sogar auf Ödland und diese Nachhaltigkeit spricht eindeutig für diesen nachwachsenden Rohstoff.

Die Waschnüsse sind logischerweise 100%ig biologisch abbaubar. Das Abwasser von Waschvorgängen mit Waschnüssen ist nahezu unproblematisch und könnte durch eine Filteranlage aufbereitet und weiterverwendet werden. Siehe hierzu die Designerstudie für die Effizientere Nutzung des Abwassers einer Waschmaschine.

Wirtschaftliche Vorteile für den Kunden – schlecht für die Waschmittelindustrie!

Waschnüsse erhält man für sehr wenig Geld. Das Sparen ist hier also vorprogrammiert und zusätzlich sind die Waschnüsse auch noch äußerst ergiebig. Man kann dadurch die Kosten für das Waschen auf jeden Fall enorm reduzieren, je nach verwendetem Industrie-Waschmittel (billig oder Marke) halbieren. Gerade auch interessant für große Familien, die viel Waschen müssen.

Für Indien könnte es eine gute Chance werden die Exporte zu steigern und sich mit Qualität am Markt zu etablieren.

Anwendungen – Wie benutze ich die Waschnüsse?

Bei den Anwendungen muss man auf die Qualität der Waschnüsse achten und nach Gebrauchsanweisung verwenden. Im Durchschnitt werden 3-6 Schalen im Beutel zur Wäsche hinzugegeben (je nach Verschmutzung). Somit kommt man mit 1 Kg Waschnussschalen bei 2-3 Waschgängen pro Kalenderwoche nahezu ein Jahr lang aus. Qualitativ hochwertige Schalen lassen sich mehrmals verwenden. Bei Weißwäsche kann man ein Bleichmittel hinzugeben, da die Schalen kein Bleichmittel enthalten.

Da die Waschnüsse geruchsfreie frische Wäsche produzieren, kann ein wenig Duftöl zur Wäsche hinzugeben werden, je nach Geschmack.

Zur Hygienebehandlung kocht man je nach gewünschter Intensität 3-6 Schalen in einem Liter klarem Wasser ungefähr fünf Minuten. Danach einfach die Schalen entnehmen und das Extrakt ist fertig und kann abgefüllt werden. Hierzu bietet sich ein Seifenspender für die Haar und Körperpflege in der Dusche an. Hier kann man je nach Bedarf selber dosieren.